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Siemens Aktienanalyse: Millionen für Künstliche Intelligenz - Großes Sprachmodell für die Industrie kommt 2025! 21.05.2025
aktiencheck.de
Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Mit einer kaum überhörbaren Vision hat sich die Siemens AG (ISIN: DE0007236101, WKN: 723610, Ticker-Symbol: SIE, NASDAQ OTC-Symbol: SMAWF) auf dem Kapitalmarkt zurückgemeldet: Der Konzern will eine führende Rolle im Bereich Industrielle Künstliche Intelligenz (KI) übernehmen. "Siemens will das große Sprachmodell für die Industrie stellen", sagte Technologie- und Strategievorstand, Peter Körte, gegenüber dem "Handelsblatt".
Wesentliche Aussagen:
• Jährliche Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe in KI - Großteil davon in das neue KI-Sprachmodell. • Erste marktreife Applikationen sollen bereits Ende 2025 vorgestellt werden. • Ziel: Produktivitätssteigerung von bis zu 50% in industriellen Fertigungsprozessen.
Kursreaktion: Verhaltener Optimismus an den Märkten Die Siemens-Aktie reagierte mit einem leichten Plus von 0,203% die Nachricht. Der Kurs von 222,25 EUR bleibt stabil nahe dem Jahreshoch, deutet aber auch auf eine abwartende Haltung des Marktes hin.
Strategische Bedeutung der KI-Offensive Siemens versucht, sich als Enabler für die digitale Industrie neu zu positionieren. Während Wettbewerber wie Schneider Electric und Rockwell Automation stark in digitale Zwillinge oder Edge Computing investieren, wagt Siemens den nächsten Schritt: Die Integration generativer KI direkt in industrielle Steuerungssysteme.
Potenziale:
• Eigene KI-Agenten könnten Prozesse autonom analysieren und optimieren.
• Partnerschaften mit Maschinenbauern und Integratoren als Wachstumstreiber.
• Erweiterte Monetarisierung über Softwarelizenzen, Cloud-Services und Wartung.
Chancen für die Siemens-Aktie 1. Technologische Führungsrolle in der Industrie 4.0 Mit dem geplanten Sprachmodell könnte Siemens zu einem First-Mover in der "KI-fizierten" Industrie werden. Die Kombination aus Automatisierungs-Know-how und KI könnte zu einem Alleinstellungsmerkmal führen.
2. Wachstumspotenzial durch KI-Dienstleistungen Analysten sehen Potenzial für ein neues, margenstarkes Geschäftsfeld mit wiederkehrenden Umsätzen im dreistelligen Millionenbereich.
3. Positionierung gegenüber Tech-Riesen Während Microsoft und Google in Consumer-KI führend sind, konzentriert sich Siemens auf sicherheitskritische, industrielle Anwendungen, die deutlich höhere Eintrittsbarrieren aufweisen.
4. Starker Auftragsbestand Der aktuelle Auftragsbestand in der Digital Industries Division beträgt rund 14 Mrd. EUR - ein starkes Fundament für langfristige Investitionen.
Risiken und Unsicherheiten 1. Technologische Machbarkeit Die Umsetzung eines eigenständigen Sprachmodells für industrielle Prozesse ist technisch hochkomplex. Ein Scheitern oder erhebliche Verzögerungen könnten sich negativ auf den Kurs auswirken.
2. Marktakzeptanz Viele Industrieunternehmen sind vorsichtig bei der Einführung von generativer KI. Datenschutz, Sicherheitsbedenken und regulatorische Vorgaben könnten den Rollout verlangsamen.
3. Kostenbelastung durch hohe Investitionen Die angekündigten Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe pro Jahr könnten kurzfristig die Margen belasten. Falls sich der Payback erst in einigen Jahren zeigt, ist mit erhöhtem Druck auf das EBIT zu rechnen.
4. Wettbewerb durch spezialisierte KI-Startups Junge Unternehmen mit fokussierten KI-Lösungen könnten schneller Innovationen auf den Markt bringen - Siemens' Größe ist hier Fluch und Segen zugleich.
Analystenstimmen im Überblick (Stand Mai 2025) • Bernstein: "outperform", Kursziel 227 EUR: Analyst Nicholas Green zeigt sich zuversichtlich, dass die Anleger die Ergebnisse positiv aufnehmen würden. Besonders die bestätigten Jahresziele und die starke Entwicklung beim Auftragseingang dürften gut aufgenommen werden.
• Deutsche Bank: "hold", Kursziel 215 EUR: Gael de-Bray bewertete das Quartal des Technologiekonzerns als gemischt - mit Licht und Schatten bei den Ergebnissen.
• RBC: "sector perform", Kursziel 215 EUR: Laut Mark Fielding habe der Gewinn der Industriesparte im zweiten Quartal auf berichteter Basis die Erwartungen um 18 Prozent übertroffen. Bereinigt entspreche das Ergebnis jedoch weitgehend den Prognosen, weshalb sich am grundlegenden Anlagebild kaum etwas ändere.
• UBS: "buy", Kursziel 240 EUR: Analyst Andre Kukhnin behält seine Prognosen für den Technologiekonzern weitgehend bei. Grund dafür seien die soliden Quartalsergebnisse sowie der unveränderte Ausblick für das Geschäftsjahr 2024/25.
Fazit: Zwischen industrieller Revolution und Investoren-Nervosität Der Einstieg in die generative KI für industrielle Anwendungen könnte mittelfristig ein riesiger Wachstumstreiber sein. Doch es ist ein Wagnis - technologisch, finanziell und kommunikativ. Investoren, die auf langfristige Disruption setzen, finden in Siemens eine spannende Gelegenheit. Doch kurzfristige Rückschläge sind durchaus möglich. (21.05.2025/ac/a/d)
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